Lüftungskonzepte für Wohngebäude

Referent: Beratender Ingenieur Dipl.-Ing. (FH) Oliver Solcher, Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V., Ingenieurbüro für Wärmetechnik, Berlin

Veranstaltungsdaten

  • Seminar

    vor Ort in Ettersburg bei Weimar
  • Termin

    Mittwoch, 11. November 2020 (KW 46)
    09:00 Uhr bis 16:30 Uhr
  • Spezialthema

    Für EnergieberaterInnen
  • Sachgebiet

    Konstruktionsplanung, Technik und Ausführung
  • Kennziffer

    E-111120 K
  • Fortbildungsstunden

    8
  • Anmeldeschluss

    28.10.2020
  • Entgelt

    170 / 180 / 205 / 240 Euro i

Über den Inhalt der Veranstaltung

(als Fortbildungsnachweis für Energieeffizienz-Experten geeignet)

Dauerhafte Luftundurchlässigkeit der wärmeübertragenden Umfassungsfläche und ausreichender Mindestluftwechsel sind in der Energieeinsparverordnung EnEV verankert. Die EnEV erlaubt zudem einen Ansatz von verminderten Lüftungswärmeverlusten im öffentlich- rechtlichen Nachweis, wenn über ein ventilatorgestütztes Lüftungssystem (mechanisch betriebene Lüftungsanlage) der Mindestluftwechsel sichergestellt wird.
Die KfW fordert als geschuldete Mindestleistung für ihr Energieeffizienzprogramm, die Notwendigkeit lüftungstechnischer Maßnahmen zu prüfen. Dazu darf die DIN 1946-6 herangezogen werden.

Für neue und modernisierte Gebäude gilt laut DIN 1946-6 Lüftung von Wohnungen die Erstellung eines Lüftungskonzepts. Sie gibt vor, wie hierbei vorzugehen ist, verdeutlicht die Notwendigkeit von nutzerunabhängigen Lüftungssystemen und wie diese ermittelt wird. Planung, Ausführung, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Wohnungslüftungssystemen sind ebenso Bestandteil dieser Norm. In der aktualisierten Fassung (DIN 1946-6:2019-12) wurden zudem kombinierte Lüftungssysteme aufgenommen. Insbesondere das Zusammenspiel der Lüftungsnotwendigkeit fensterloser Bäder und Toiletten in Verbindung mit den Anforderungen der DIN 1946-6 wurde hier detailliert beschrieben. Auch DIN 18017-3 liegt aktualisiert in der Fassung DIN 18017-3:2020-05 vor.

Neben der DIN 1946-6 und DIN 18017-3 sind jedoch noch andere normative und öffentlich-rechtliche Vorgaben bekannt, wie z.B. die LBO/MBO, DIN FB 4108-8 Schimmelvermeidung in Gebäuden, DIN 4109 Schallschutz im Hochbau, VDI 6022 Hygiene in RLT Anlagen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an das Lüftungssystem:

  • Was für Anforderungen werden aufgrund fensterloser Küchen, Bäder und Toiletten gestellt?
  • Was für energetische Anforderungen an das Gebäude gibt es?
  • Was für Schallschutzanforderungen bestehen?
  • Welche Anforderungen an die zugeführte Außenluft gibt es hinsichtlich Nutzerunabhängigkeit, Hygiene und Komfort?
  • Was für Anforderungen werden an Feuerstätten gestellt?
  • Was für Anforderungen werden an die Ausführung des Lüftungssystem gestellt?

Anhand von Beispielen unterschiedlicher Lüftungssysteme und praktischen Übungen wird den Teilnehmenden die Fähigkeit vermittelt, selbst Lüftungskonzepte zu erstellen.

Reihenfolge der Entgeltangaben:
1) Mitglieder der IKT (alle Fortbildungen) und Mitglieder des VBI-LV Thüringen (nur für Tagesveranstaltungen, nicht für Zusatzqualifikationen)
2) Mitglieder der AKT sowie anderer Architekten- oder Ingenieurkammern der BRD; Mitglieder des BVS; Mitglieder des VBI-LV Thüringen (für Zusatzqualifikationen)
3) Angestellte von Mitgliedern der AKT, der IKT, des VBI-LV Thüringen oder des LVS Thüringen; ö.b.u.v. Sachverständige; Angestellte von Mitgliedsunternehmen des BIV Hessen-Thüringen; Angestellte im öffentlichen Dienst; Rechtsanwälte
4) Gäste