Sonderseminar: Kalkulation und Bauablaufplanung als Grundlagen sachgerechter Nachtragsstellung bei Bauablaufstörungen

Referent: Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Thomas Heilfort

Veranstaltungsdaten

  • Seminar

    vor Ort in Erfurt, Tagungshotel Linderhof, Azmannsdorfer Str. 27
    hat bereits stattgefunden
  • Termin

    Donnerstag, 16. Januar 2014 (KW 03)
    09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Kennziffer

    SM 160114
  • Fortbildungsstunden

    8

Über den Inhalt der Veranstaltung

In Zusammenarbeit mit dem BIV Hessen-Thüringen e.V. und dem VBU Thüringen e.V.

Zielstellung: Vorbereitung des Anspruchsnachweises für Bauablaufstörungen
Müssen bei verspätet fertig gestellten Bauprojekten im Nachhinein Forderungen aus dem gestörten Bauablauf aufgestellt oder geprüft werden, zeigt sich in den meisten Fällen, dass Urkalkulation und ursprüngliche Bauablaufplanung nicht aussagekräftig genug sind, um später die Ansprüche aus Bauablaufstörungen zweifelsfrei belegen zu können.
Dieses Seminar zeigt, wie Urkalkulation und Bauablaufplan des Bauunternehmers für den späteren Nachweis von Bauablaufstörungen sowie für die Nachtragsstellung gemäß VOB/B vorbereitet werden sollten.
Aus Sicht des Sachverständigen für Bauablaufstörungen wird zunächst erläutert, wie ohne großen Aufwand bereits in der Urkalkulation die ursprünglich vorgesehenen Umstände der Leistungserbringung so berücksichtigt werden können, dass später ein einfacher und belastbarer Nachweis der Mehrkosten möglich ist. Gegenstand des Seminars ist dabei nicht die spekulative Preisbildung, sondern die Berücksichtigung aller tatsächlich preisrelevanten Faktoren in der Urkalkulation.
Weiter zeigt das Seminar, welche Informationen der ursprüngliche Bauablaufplan mit Blick auf den etwaig später erforderlichen Nachweis von Bauablaufstörungen bereitstellen sollte. Dabei stehen insbesondere die praktikable Handhabung der späteren Dokumentation des gestörten Bauablaufs sowie die Vereinfachung der Abrechnung resultierender Mehrkosten im Mittelpunkt.
Inhalte:

Juristische und baubetriebliche Grundlagen
 Das Bauablauf-Differenzverfahren zum Nachweis von Bauablaufstörungen

  • Beispiel einer Stördokumentation
  • Resultierende Anforderungen an die Urkalkulation
  • Anforderungen an die Bauablaufplanung

Vorbereitung des Anspruchsnachweises in der Urkalkulation

  • Bedeutung der Urkalkulation für die Preisbildung
  • Relevanz der Urkalkulation für die Anspruchsberechnung
  • Zielgerichteter Einsatz von Unterpositionen
  • Detaillierung von Bausteinen und Leistungsansätzen
  • Berücksichtigung der einzurechnenden Witterungsumstände
  • Kalkulationsfreiheit und vertragliche Vorgaben

Vorbereitung des ersten Bauablaufplans für den Nachweis von Bauablaufstörungen

  • Vermeiden typischer Fehler und Widersprüche zum Vertrag
  • Zielgerichtetes Anlegen von Vorgängen und Meilensteinen
  • Vorgangsverknüpfung mit Blick auf mögliche Bauablaufstörungen
  • Anlegen geschützter Pufferzeiten für Schlechtwetter und Eigenstörungen
  • Einfache Einsatzplanung für Arbeitskräfte, Großgeräte und Stoffe

Vorbereitung von Liquiditätsplänen und Mittelabflussplänen
Transparenz und Informationspolitik bei privaten und öffentlichen Bauprojekten

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