Schwierigen Projektbeteiligten konstruktiv begegnen. Menschenkenntnisse für stürmische Phasen

Referent: Dipl.-Soziologin Caroline Meder, Entwicklungsberatung für Bau + Kultur, Berlin

Veranstaltungsdaten

  • vor Ort in Ettersburg bei Weimar
    hat bereits stattgefunden
  • Termin

    Dienstag, 9. Juni 2015 (KW 24)
    09:00 Uhr bis 16:30 Uhr
  • Sachgebiet

    Management in Planung und Ausführung
  • Kennziffer

    090615 M
  • Fortbildungsstunden

    8
  • Anzahl Teilnehmer

    maximal 16 Teilnehmer

Über den Inhalt der Veranstaltung

Die Situation
Bauen ist Teamwork.
Theoretisch.
In der Praxis kommen Verantwortlichen oft Zweifel an der Sachbezogenheit des Gegenübers.
Vielleicht so: Machtspielchen beim Bauherrenvertreter, mangelnde Kooperationsbereitschaft vom GU, Planer abgetaucht und unglaubliche Stilblüten auf Seiten des Nutzers.
Gemessen an den gemeinsamen Vorhaben scheint dieses Verhalten unlogisch und schwierig.
Leider Alltag bei vielen Bauvorhaben - egal, ob öffentlich oder privat.

Der sicherste Weg, um diese Situation zu entschärfen, ist sie zu verstehen.
Jedes noch so schwierige Verhalten hat in der Innensicht der handelnden Person eine zwingende Logik. Wem es gelingt, diese durch Beobachtungsgabe, Menschenkenntnis und geschicktes Kommunikationsverhalten zu beantworten, der bekommt die Sachthemen zügig wieder auf den Tisch.

Der Workshop
Der Workshop gliedert sich in drei Blöcke. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Menschenkenntnisse und der Kommunikationstechniken für komplexe Situationen.

  • Die Logik der Psyche – ein schnelles Verständnis für die Besonderheiten des Gegenübers
    In der Psychologie lassen sich vier Grundtypen und ihre Handlungsmotivationen unterscheiden. Wer diese berücksichtigt, kann differenzierter auf den Gegenüber zugehen. Wir nutzen diese Technik, um schwierige Situationen besser zu verstehen und mögliche zielführende Reaktionen zu entwickeln.
  • An die eigene Nase gefasst – Wo ist mein blinder Fleck?
    Die eigenen Besonderheiten fallen einem meist kaum auf. Das ist normal. Doch der eigene blinde Fleck ist oft Ursache für Stress im Zwischenmenschlichen und für unverhältnismäßig heftige Reaktionen. Es lohnt sich, dieses Konfliktpotential näher zu untersuchen und zu entschärfen.
    In diesem Block geht es um eine achtsame Beobachtung, mit welchen Eskalationsmustern man sich selbst das Leben schwer macht und wie Lösungen aussehen können.
  • Kommunikation auf Augenhöhe – Ausstieg aus den Machtspielchen
    Autoritäres Gebaren stützt sich maßgeblich auf eine manipulative Rhetorik. Wir nutzen die Transaktionsanalyse, um diese Muster zu durchleuchten und Wege zu entwickeln, eine gleichberechtigte Kommunikation zu initiieren.

Methoden
Jedem Block liegt eine wissenschaftlich fundierte Quelle aus der Psychologie bzw. Kommunikationstheorie zu Grunde. Nach einem kurzen Input wenden wir die Inhalte direkt auf praktische Beispiele aus Ihrem Arbeitskontext an.
Techniken aus dem Coaching und dem Kommunikationstraining helfen, erste Lösungen bereits im Workshop zu entwickeln.

Vorraussetzung
Im Workshop werden unterschiedliche Kenntnis- und Erfahrungsniveaus berücksichtigt.
Die Bereitschaft zur Selbstreflexion und einem offenen, wertschätzenden Dialog unterstützt das Gelingen des Workshops.
In den Übungseinheiten arbeiten wir teilverdeckt, d.h. für den Erfolg ist es nicht wichtig, persönliche Erfahrungen offen im Plenum anzusprechen.

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