Baulicher Brandschutz im Bestand

Referent: Architekt Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Geburtig, Prüfingenieur für vorbeugenden Brandschutz, Planungsgruppe Geburtig, Weimar

Veranstaltungsdaten

  • Seminar

    vor Ort
    hat bereits stattgefunden
  • Termin

    Dienstag, 3. März 2009 (KW 10)
    09:00 Uhr bis 16:30 Uhr
  • Sachgebiet

    Konstruktionsplanung, Technik und Ausführung
  • Kennziffer

    030309 K
  • Fortbildungsstunden

    8

Über den Inhalt der Veranstaltung

 

Einerseits ist es zumeist weder möglich noch sinnvoll eine normengerechte Bewertung vorzunehmen, andererseits verlangen sowohl beteiligte Behörden bzw. Prüfende als auch Bauherren eine entsprechende Vorgehensweise. Trotz zumeist nicht mehr gegebener Gültigkeit wird zunächst ein lohnender Blick in historische Dokumente geworfen, um zu verstehen, welche brandschutztechnischen Gedanken hinter bauzeitlichen Konzeptionen stecken. Dem schließt sich die Diskussion der Gefahrbegriffe beim Umgang mit historischer Bausubstanz an; die wesentlichen Unterschiede zwischen einer Sanierung und einer denkmalpflegerischen Behandlung werden ergänzend erörtert.
Die exemplarische brandschutztechnische Beurteilung ausgewählter Bestandsbauteile erfolgt geordnet nach jeweiliger konstruktiver Funktion und nach Materialien.
Wie diese Einzelbeurteilungen erfolgreich in ein Brandschutzkonzept übertragen werden können, dem widmet sich das Praxisseminar anhand – z. T. unter Einsatz von Ingenieurmethoden – durchgesetzter Brandschutzkonzepte.
 
Entwicklung von deutschen Vorschriften des Brandschutzes
  • Entwicklung des Brandschutzes im 20. Jahrhundert
  • Vereinheitlichende Baupolizeiliche Vorschriften
  • Entstehung von DIN 4102 und deren Weiterentwicklung bis heute
  • Blick auf die TGL 10685
 
Diskussion der Gefahrbegriffe
  • Bestandsschutz und Umnutzungen
  • Beurteilung der Gefahren
  • Bauordnungsrechtliches Anpassungsverlangen und genügende Brandsicherheit
  • Sanierung und denkmalpflegerische Behandlung
 
Brandschutztechnische Beurteilung ausgewählter Bestandsbauteile
  • Auswertung von Brandereignissen im Detail
  • Wände
  • Stützen, Balken und Unterzüge
  • Treppen
  • Türen
 
Fallbeispiele aus der Praxis
  • Geeignete brandschutztechnische Bestandsaufnahme
  • Beurteilung von Bestandsbauteilen innerhalb eines Brandschutzkonzeptes
  • Korrekte Bezugnahme auf historische Quellen
  • Bauordnungs- und zivilrechtliche Belange bei der Beurteilung
  • Argumentationshilfen für die Prüfung von Brandschutzkonzepten

 

 

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