Bewusstes Zeichnen in der Planung

Referent: Dipl.-Ing. Mario Zander, Kommunikations- und Visualisierungstrainer, konkret visionär, Berlin

Veranstaltungsdaten

  • Seminar

    vor Ort in Ettersburg bei Weimar
    entfällt
  • Termin

    Montag, 12. Dezember 2022 (KW 50)
    09:00 Uhr bis 16:30 Uhr
  • Sachgebiet

    Planung, Entwurf und Gestaltung
  • Kennziffer

    121222 P
  • Fortbildungsstunden

    8

Über den Inhalt der Veranstaltung

Zeichnen macht Spass, es erfüllt uns. Und wer im Gespräch zeichnen kann, erntet meist Respekt und Zustimmung oder Bewunderung. Im Planungsalltag jedoch droht der Rechner den Stift zu ersetzen. Entwerfen und Planen heißt heute vor allem Datenmanagement im virtuellen Raum. Auf den ersten Blick erscheint das folgerichtig und zeitgemäß. Fakt ist jedoch: Wir sind aus der Balance geraten. Dabei spielt unser analoger Körper eine wichtige Rolle. Erkenntnisse aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften oder der Embodiment Forschung haben das vielfach bewiesen. Unser Körper ist der Schlüssel zu mehr Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein – nicht nur beim Erleben gebauter Architektur – auch bei ihrer Planung.

Das bewusste Visualisieren nach der Zeichenmethode „Lucid Drawing“ setzt hier an. Es fördert die Refokussierung von Körper und Geist unter Einfluss verschiedener körperbasierter Motivations - und Konzentrationstechniken. Die Methode hilft dabei, eigene Ideen und innere Bilder zu Papier zu bringen – im eigenen Zeichenstil und mit dem Wissen um korrekte Raum- und Körperdarstellungen. Sie fördert die Sicherheit in der vis-à-vis-Kommunikation, so dass im Planungsdialog eine Atmosphäre der Nähe und Klarheit entstehen kann. Das Seminar richtet sich an Menschen:

  • mit dem Wunsch nach mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein in der Kommunikation und Visualisie-rung gestalterischer Inhalte
  • auf der Suche nach ausdrucksstarken analogen Visualisierungsmöglichkeiten
  • mit der Bereitschaft, sich auf einen persönlichen Prozess einzulassen und dabei auch innere Widerstände zu überwinden
  • mit Humor und Toleranz für Ambivalenz

Zeichnerische Fähigkeiten oder Kenntnisse sind keinerlei Voraussetzung.

Lernziel:

Nach dem Seminar verfügen die Teilnehmenden über praktisches Wissen zum ausdrucksstarken Visualisieren mit dem Stift. Sie kennen verschiedene körperbasierte Wege, um ihren persönlichen Ausdruck in der Visualisierungsarbeit zu verstärken und ihre zeichnerischen Fähigkeiten in die vis-à-vis-Kommunikation einfließen zu lassen.


Inhalt + Methodik:

Angeleitete Übungsserie; Basis bildet die Synthese der Themenfelder: Handwerk, Wissen, Selbstkontakt und Inspiration

  • Handwerk
    R- und L-Modus-Techniken | Kürzel-Baukasten für Raum und Körper| Planungsstrategien bei der zeichnerischen Ausführung
  • Wissen
    Erkennen – Vorstellen – Darstellen | Regeln für Raum und Körper| Sehen vs. Wissen
  • Selbstkontakt
    Interozeption zur Stärkung kognitiv-motorischer Anforderungen | Wege zu Orientierung, Konzentration und Fokussierung | anwendungsbezogene Atem-, Körper- und Sehübungen
  • Inspiration
    Motivation und Vorstellungskraft anregen und halten | innere Bilder finden


Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich vor allem an Vertreter:innen aus Architektur, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Innenarchitektur aus den Bereichen Entwurf, Wettbewerbe, Präsentation und Öffentlichkeitsarbeit sowie an alle Menschen, die sich inhaltlich an Planungsdialogen beteiligen.

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