Bauhaus Akademie Schloss Ettersburg

Feuchtigkeit in Gebäuden – Schimmelbefall. Ursachen, Nachweise, Schadensverhinderung, Schadensbeseitigung

Seminar

160412 K

Zielgruppe: Architekten, Ingenieure, Sachverständige

Montag, 16. April 2012 (KW 16) ▪ 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

8 Fortbildungsstunden ▪ Anmeldeschluss: 02.04.2012

Entgelt: 100/ 110/ 125/ 150 Euro

hat bereits stattgefunden

Einführung in das Thema mit Begründung der Aktualität

Schadensbilder:
Dokumentation typischer Schadensbilder mit Erläuterungen zu Ursachen und zur Vorgehensweise beim ersten Erkennen der Schäden
  • durchfeuchtete Tapeten und Schimmelbildung in Wohnräumen an Wänden, Decken, Fensterleibungen, Fliesenfugen etc.
  • Schimmelbefall und Feuchtigkeit im Bereich von Hohlräumen, in Dämmstoffen oder an Holzkonstruktionen im Dachgeschoss

Definition des Begriffes Feuchtigkeit

  • Wann gilt ein Baustoff als feucht?
  • Welche Ursachen gibt es für Durchfeuchtungen in und an Wohngebäuden (von außen eindringende Feuchte, im Innern der Wohngebäude entstehende Feuchte durch Nutzung oder durch Kondensation an Wärmebrücken)
  • Welche Baustoffe sind besonders anfällig für Durchfeuchtungen? Wie sollte man dem begegnen?
  • Unterschiede zwischen Neu- und Altbau

Feuchteentstehung in Wohnräumen durch die Nutzer

  • Darstellung der veränderten Lebensgewohnheiten im Bezug auf den Verbrauch von Wasser z.B. beim Wäschewaschen, Baden oder Duschen etc.
  • Wieviel Wasser entsteht bei unterschiedlichen Tätigkeiten (Kochen, Waschen, Baden oder Duschen, Zimmerpflanzen, Atmung)? Wo sammelt sich diese Feuchtigkeit? Welche Wohnbereiche sind betroffen?

Feuchteeintrag von außen

  • durch aufsteigende und hygroskopische Feuchtigkeit – Grundlagen
  • Ursachen – Alterungserscheinungen an Gebäuden (Putzschäden, fehlende oder defekte horizontale und/oder vertikale Sperrungen, defekte oder offene Bauteilanschlüsse, defekte Dacheindeckung)

Feuchteeintrag von innen – Kondensationsfeuchte

  • Grundlagen – Temperatur und relative Feuchte, Taupunkttemperatur
  • Ursachen (Wärmebrücken, Nutzerverhalten oder beides?)
  • Eingriffe in die Bauphysik eines Gebäudes infolge baulicher Veränderungen (Heizungsumstellung von Ofen- auf Zentralheizung, Einbau neuer Fenster, Anbringen von Dämmfassaden) – richtig planen

Ursachenfeststellung

  • Nachweis von Wärmebrücken mittels thermischer Messverfahren
  • Beurteilung des Nutzerverhaltens (raumklimatische Untersuchungen) Welchen Erfolg haben Momentanmessungen und Langzeitmessungen? Worauf sollte dabei geachtet werden?
  • Feuchtemessung im Mauerwerk – Grundlagen und Möglichkeiten unterschiedlicher Messgeräte
  • Salzuntersuchungen von Mauerwerksproben – Nachweismöglichkeiten, Analyse und abgeleitete Sanierungsmethoden
  • Thermografie – qualitativer Nachweis durchfeuchteter Bauteile

Sanierungsempfehlungen

  • Sind Wärmebrücken generell vermeidbar?
  • In welchem Verhältnis sollten die Wärmedämmwerte der einzelnen Bauteile zueinander stehen?
  • Worauf sollte bei wärmedämmtechnischen Teilsanierungen (z.B. Kellerdeckendämmung, Dämmung der obersten Geschossdecke) geachtete werden?
  • Welche Trocknungs- und Trockenlegungsverfahren sind geeignet?
  • Welche flankierenden Maßnahmen sind erforderlich

Hinweise für die Aufnahme und Beurteilung von Schäden

  • Empfehlungen für die Ortsbesichtigung
  • auf welche Punkte ist besonders zu achten, was sollte hinterfragt werden
  • Hinweise für die Erstellung einer Checkliste für Ortsbesichtigungen
  • Welche Messungen können durchgeführt werden? Wie sind diese Messungen auszuwerten?