Bauhaus Akademie Schloss Ettersburg

Landschaftsarchitektur und Städtebau: Stadtumbau und Siedlungskonzepte nach baubiologisch-ökologischen Kriterien

Seminar

160212 P

Zielgruppe: Architekten, Ingenieure, Sachverständige

Donnerstag, 16. Februar 2012 (KW 07) ▪ 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

8 Fortbildungsstunden ▪ Anmeldeschluss: 30.01.2012

Entgelt: 100/ 110/ 125/ 150 Euro

hat bereits stattgefunden

 

Landschaftsarchitekten und Architekten tragen Sorge für die Qualität der Innenraumluft in den zu errichtenden und umzubauenden Gebäuden genauso wie für die biologischen und psychischen Wirkungen der heute gebauten Architektur und der gestalteten Freiräume auf die Menschen.
 
Die Raumluft in Gebäuden wird grundsätzlich bestimmt von der Außenluft. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Umland der Städte und Siedlungen. Der Stadtorganismus als Ganzes wird idealer Weise vom Umland versorgt. Die Stadt wiederum entsorgt sich in das Umland. Somit leben Landschaft und Städtebau in einer Symbiose. Das wird heute oft außer Acht gelassen. Doch dieses Kriterium entscheidet über die Lebensqualität in den Städten und bedingt den Erhalt und die Wiederbelebung der Siedlungen im Umland. Nicht nur das, auch Boden, Luft und Wasser betreffend stehen beide in unmittelbarer Abhängigkeit. Artenvielfalt erhalten beginnt im Kopf, bei der (Landschafts-)Planung mit entsprechendem Wissen und Willen.
 
Im Seminar werden Hintergründe und Zusammenhänge wertfrei aufgezeigt und Anregungen für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Landschafts- und Freiraumgestaltung gegeben.
 
  • Biologische Wirkungen von Architektur und Landschaftsplanung im Kontext neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Felder, Wellen Strahlung: Mensch und Wälder im Elektrosmog, gesetzliche Anforderungen und Grenzwerte, Planungsempfehlungen für Bauleit- und Landschaftsplanung
  • Schadstoffe in der Innenraumluft und Energieeinsparung: Landschaft, Freiraumgestaltung und Raumklimakriterien – Wechselwirkungen und Zusammenhänge
  • Schutz von Boden, Wasser, Luft, Natur- und Denkmalschutz – baubiologisch naturwissenschaftlich betrachtet
  • Permakultur und Perma-Architektur: eine Vision wagen und den Wandel von der Ressourcennutzungsgesellschaft zu einer Kultur der Potentialentwicklung vollziehen
  • - praktischen Empfehlungen der Dipl. Permakultur-Designerin zur Gestaltung von Wohngebieten, Parks und Gärten, Verkehr, Wasserbau, Gebäude-, Ingenieur- und Landschaftsplanung
  • - Überblick zu Permakultur, Peak Oil und Energiewende
  • Planungsbeispiele: Lehm- und Strohballenhausbau, Neubau und Sanierungen unter Berücksichtigung baubiologischer Aspekte