Bauhaus Akademie Schloss Ettersburg, Signet

Bauhaus Akademie Schloss Ettersburg

Instandsetzen und Modernisieren von flachen und geneigten Dächern

Seminar

290118 K

Zielgruppe: Architekten, Ingenieure, Sachverständige

Montag, 29. Januar 2018 (KW 05) bis Dienstag, 30. Januar 2018 ▪ 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

16 Fortbildungsstunden ▪ Anmeldeschluss: 05.01.2018

Entgelt: 340/ 360/ 410/ 480 Euro

I. Flachdächer

Nach wie vor haftet Flachdächern ein schlechter Ruf an, diese seien nie dicht zu bekommen und man solle sicherheitshalber grundsätzlich geneigte Dächer bauen. Dabei gründet diese Meinung auf einem einfachen Problem: dem der Wasserunterläufigkeit, die eine Leckortung in vielen Fällen unmöglich macht und deswegen kleine Ursachen große Probleme bereiten.
Zur Abgrenzung von Leistungen im Bestand gegenüber Neubauleistungen werden zunächst an zahlreichen Beispielen aus der Sachverständigenpraxis die neueren Entwicklungen der Abdichtungstechnik von genutzten und nicht genutzten Flachdächern vorgestellt, um anschließend auf die Fragen des Leistungssolls bei Instandhaltungen und -setzungen einzugehen. In beiden Fällen stehen Lösungen im Vordergrund, die häufig ohne nennenswerten Mehraufwand zu sicheren und dauerhaften Dächern führen und dennoch nur einen geringen Unterhaltungsaufwand erwarten lassen.


1.
Zuverlässige Abdichtung von genutzten (als Terrassen genutzte und intensiv begrünte) und nicht genutzten (ohne Schutzschichten, bekiest oder extensiv begrünte) Flachdächern:

  • Zuverlässigkeitsanforderungen, dauerhaft sichere Abdichtungssysteme zur Vermeidung von Unterläufigkeiten
  • Streitthemen Qualitätsklassen, Einwirkungsklassen, Gefällegebung
  • Abdichtungsaufbau, Dachdetails: Dachränder, Verwahrungen, Durchdringungen
  • Hinweise zu Flüssigkunststoffabdichtungen

2.

Dämmung von Umkehrdächern


3.

Vorgehensweise bei Flachdachinstandsetzungen, Problempunkte bei der Instandhaltung von Flachdächern


II. Geneigte Dächer
Geneigte Dächer bilden die in unseren Regionen traditionelle Dachform zum Feuchteschutz von Gebäuden. Gegenüber den historischen Bauweisen aber müssen moderne geneigte Dachkonstruktionen weitaus höhere Aufgaben erfüllen, die nicht nur im Regenschutz bestehen, sondern auch in erhöhten bauphysikalischen Anforderungen aus einem immer höheren Wärmeschutz. Dadurch steigen die Anforderungen an die einzelnen Bauteilschichten innerhalb der Dachkonstruktionen, woraus in neuerer Zeit bisher nicht bekannte Schadensfälle aufgetreten sind. Selbst bei Einhaltung der Regelwerke kann nicht sichergestellt werden, dass Dachkonstruktionen auch schadensfrei bleiben.
Das Seminar geht zunächst auf die geänderten Anforderungen zum Regenschutz ein. Anschließend werden die Grundlagen zur Vermeidung von Feuchtebildung im Dachaufbau aus raumseitigen Quellen dargestellt und die Grenzen der Anwendbarkeit von geltenden Regelwerken erläutert, um die Fragen sicherer Dachkonstruktionen unter bauphysikalischen Aspekten zu klären.
Diese Grundkenntnisse sind erforderlich, um Maßnahmen im Gebäudebestand situationsbezogen schadensfrei ausführen zu können: Sind z.B. nachträgliche Unterspannungen zwingend erforderlich? Welche Maßnahmen sind für die energetische Qualität und die Luftdichtheit sinnvoll? Wann kann von Neubauregeln abgewichen werden, ohne ein Schadensrisiko einzugehen?

1.

Regensicherheit, zweite Entwässerungsebenen in geneigten Dächern: Unterdächer,
Unterdeckungen und Unterspannungen

2.

Bauphysikalischer Feuchtschutz von geneigten, hoch gedämmten Dächern, Schichtenfolgen, Belüftungsebenen der Schichten, Luft- und Winddichtungen, Installationsebenen

3.

Problemkreis Metalldeckungen und kleinformatige Deckungen auf Unterdächern

4.

Holzschutz und Schimmelpilzbildung an Dachüberständen

5.

Instandsetzung von geneigten Dächern